Supervision ein wunderbares Lernmittel, bestens geeignet für Mediatoren, die einen eigenen Fall vorstellen wollen, aber auch für Teilnehmer, die erst später mit einem Fall anfangen werden bzw. für ihre laufenden Fälle von anderen Fällen lernen. Wir empfehlen daher, die Supervision möglichst frühzeitig in der Ausbildung begleitend zu den Theorieseminaren in Anspruch zu nehmen.

Die einzelnen Schritte in der Supervision:

 

Konzeption

Das Konzept für die angeleitete Fallsupervision basiert auf der Grundlage, das ist die Nutzung der Effektivität dynamischer Gruppenleistungen, insbesondere des Spannungsverhältnisses zwischen der „Innensicht“ des Teilnehmers, der den Fall der Gruppe vorstellt, und den übrigen Teilnehmern, die nur die Inhalte und die Art und Weise des Vorgestellten kennen. Der Supervisor hat dann die Aufgabe, diesen Prozess zu strukturieren – er sorgt also für die Choreographie der Supervision.

Supervision ist in diesem Zusammenhang ein auf einen konkreten Fall bezogener kreativer Prozess, der Veränderungen anstoßen soll. Die beste Supervision sollte möglichst gleichzeitig auf drei Ebenen wirken: das konkrete eigene berufliche Vorgehen verbessern (Hilfen geben: wie kann ich etwas verbessern?), das eigene Handlungsspektrum erweitern (was könnte ich sonst noch oder anderes machen?) und schließlich ein Problem in neuem Licht sehen können (daran habe ich noch gar nicht gedacht!). Nach Möglichkeit sollten alle drei Prozesse in Gang gesetzt werden.

Supervision in der Mediation

Die Supervision soll den Teilnehmern Hilfe und Unterstützung in schwierigen Phasen des Lern- und Vermittlungsprozesses geben. Für Supervisionsteilnehmer, die selbst keinen Fall einbringen, ist die Supervision eine hervorragende Gelegenheit zum stellvertretenden Kennenlernen der Vielfältigkeit der Mediation, ihrer Schwierigkeiten, Grenzen und/oder Lösungsmöglichkeiten.

Generell sehen wir in der Supervision der mediatorischen Praxis einen wichtigen Beitrag zur praxisbezogenen Ausbildung, zur Entwicklung von Kooperationsformen zwischen Mediatoren sowie letztlich zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Qualität der Mediationspraxis (QM).