Keine Ahnung, wie es Ihnen geht, aber mir geht die Corona-Krise echt auf den Nerv. Weil ich Angst um meine Gesundheit und um die meiner Familie habe und weil Krise grundsätzlich im negativen Kontext verwendet wird. Was aber, wenn es auch positive Aspekte gibt? Zum Beispiel, dass so viel Freizeit, die wir nicht bei Konzerten oder im Kino verbringen auch Freiraum geben kann für neue Hobbys? Längst aus der Mode gekommen waren einst die Kleingartenanlagen, weil zunehmende Mobilität dazu verführte, lieber Fernziele anzupeilen. Jetzt erfreuen sich Gärten neuer Beliebtheit und den eigenen grünen Daumen zu entdecken hat einen ganz eigenen Reiz. 

Ein Dreamteam, in dem schon längst alle Betroffenen zu Beteiligten geworden sind und top motiviert am gemeinsamen Ziel arbeiten - so ähnlich hatte ich mir meinen neuen Job im März 2019 vorgestellt. Das Vorstellungsgespräch von 60 Minuten, bei dem 58 davon das Projekt vorgestellt wurde und ich in den restlichen 2 das - zugegeben angemessene - Gehalt abnicken durfte war etwas ungewöhnlich, aber ich sagte zu mir, dass ich nicht immer so pingelig sein soll. Das war der Fehler. Von den Versprechungen aus dem Gespräch wurde tatsächlich nur die Einkommensseite eingehalten, von allem anderen war später im Vertrag nicht mehr die Rede.

Es gibt keine zweite Gelegenheit für einen besten ersten Eindruck

…und Wissenschaftler haben festgestellt, dass wir in den ersten 10 Sekunden entscheiden über Sympathie oder Ablehnung des Gegenübers.

Welche Ansprüche stellt ein Personaler und/oder ein Fachvorgesetzter an seinen künftigen Mitarbeiter? Er oder Sie sollte einfach offen und authentisch daherkommen. Schlecht ist, wenn offensichtlich wird, dass der Bewerber einen Ratgeber gelesen hat und daraufhin irgendwelche Gespräche oder "richtige" Antworten eingeübt hat. Insofern sollte er/sie das Interview auf sich zukommen lassen und spontan antworten. Wichtig ist, dass der Bewerber während des Interviews präsent ist und aufmerksam zuhört, das Handy vorher ausgemacht hat und dem Gesprächspartner auch zeigst, dass er oder sie präsent ist. Nachfragen bei Verständnisproblemen z. B. zeigt, dass dies der Fall ist.